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Forschung der vergangenen Jahre Abgeschlossene Projekte

Türkisches Gesundheitswesen und deutsche Unternehmen 1945-1980

Forschungsstipendium des Türkiye Bilimsel ve Teknolojik Araştırma Kurumu (Tübitak): Prof. Dr. Ali Erken (Istanbul). 

Exploration deutscher Unternehmensarchive als Quellen zur Geschichte des Gesundheitswesens im Zusammenhang mit deutsch-türkischem Außenhandel.

Gastprofessur mit Schwerpunkt osmanisches Osteuropa und und frühneuzeitliche Ukraine

Internationales Gastprofessurenprogramm der Universität Heidelberg: Dr. Natalia Jedlińska-Królikowska (Warschau). 

Forschung zu „kleinen“ Akteuren in Grenzräumen des Osmanischen Reiches, zur Diplomatie des Krimchanats in Europa und Vorderasien, zu polnisch-litauischen Jesuiten im Nahen Osten; Tagung über Asymmetrical Neighbors: Minor Players and Empires in Early Modern and Modern Borderlands; Lehrveranstaltungen zur frühneuzeitlichen Schwarzmeerregion sowie zu interimperialen Grenzräumen des Osmanischen Reiches in Osteuropa und Vorderasien.

Voices of women, vices of men: continuity and change in the narratives of early Iranian feminism (ca. 1880-1925)

Forschungsstipendium der Humboldt-Stiftung: Dr. Piotr Bachtin Warschau). 

Das Projekt untersuchte Narrative des iranischen Feminismus anhand von persischem Prosaschrifttum des späten 19. und frühen 20. Jh., um herauszuarbeiten, inwiefern die Unterdrückung von Frauen nicht erst zur Zeit der Verfassungsrevolution von 1906, sondern bereits von Autorinnen der Oberschicht in den 1880er Jahren thematisiert wurde.

Vereindeutigung und lokale Politik in der spätosmanischen Levante: Die Provinz Adana

Projektleitung: Prof. Dr. Henning Sievert, Projektbearbeiter: Can Büyükvardar M.A. 

Das Projekt untersucht anhand einer größeren Fallstudie zur Region Adana die Vereindeutigung von Gruppenzuordnungen im Rahmen von Aushandlungsprozessen lokaler Akteure mit imperialen und externen Akteuren im Osmanischen Reich um 1860-1914. Durch die kombinierte Analyse von Materialien aus dem türkischen Staatsarchiv, aus Firmenarchiven und lokaler Presse soll die kommunikative Dynamik von Vereindeutigung sowie von Handlungsmöglichkeiten lokaler Akteure erarbeitet werden, um den Wandel pluraler Gesellschaften vor dem Hintergrund lokaler Politik, imperialen Staatsaufbaus und europäischer Wirtschaftsinteressen zu erfassen.

Forschungsstelle „Handschriften aus alevitischen Familienarchiven“

Im Rahmen der Forschungsstelle werden in erster Linie handschriftliche Quellen aus alevitischem Privatbesitz bearbeitet, die vorwiegend aus religiösen Schriften, ritualrelevanten Aufzeichnungen und Gedichtsammlungen bestehen.

Stiften, Spenden, Sammeln in der Longue Durée: Wege zu einer interkulturellen Analyse

Das islamwissenschaftliche Teilprojekt erschließt die Forschungsliteratur zu Evḳāf/Auqāf in osmanischen Kontexten des 15. bis 20. Jahrhunderts. Es dient zur Vorbereitung einer Studie im Rahmen des Gesamtvorhabens.

The Roots of Citizenship? The Politics of Participation in Syria, Lebanon and Turkey Between Two Ages (1880-1940)

Der Nahe Osten erlebte im frühen 20. Jahrhundert tiefgreifende Umbrüche. Auf den ersten Blick gestalten fremde Mächte und einheimische Eliten diese Prozesse, während politische Partizipation und demokratische Öffentlichkeit nur als wesentliche Importe denkbar scheinen. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass traditionelle Teilhabeformen sich bereits seit spätsomanischer Zeit wandelten. Doch was für Formen von Teilhabe und politischer Kommunikation jenseits der Eliten existieren zuvor, und wie veränderten sie sich im Zuge der Umbrüche?

Beruf und Bildung im islamischen Kanzleiwesen (ADAB AL-KĀTIB) oder: Verwaltung als Königsdisziplin.

Sonderforschungsbereich 933 Materiale Textkulturen - Materialität und Präsenz des Geschriebenen in non-typographischen Gesellschaften, Teilprojekt C6. 

Erschließung von Qalqašandīs Kitāb ṣubḥ al-a‘šā (Buch der Morgenröte) (14./15. Jh.) als Handbuch und Reflexion des adab al-kātib (Verwaltungskultur) Integration zweier Materialitäten: von Schrift, Text und Bild als Material der Verwaltung mit den Artefakten von Präsenz, Status und Habitus ihrer Repräsentanten Neugewichtung von religiöser Gelehrsamkeit der Theologen/Juristen (‘ulamā’) und profaner Bildung der Staatsbeamten (kuttāb) als ergänzendes und konkurrierendes „Herrschaftswissen“.

Ritualtransfer bei marginalisierten religiösen Gruppen in islamischen Gesellschaften des Vorderen Orients und in der Diaspora

Sonderforschungsbereich 619 Ritualdynamik, Teilprojekt C7

Das Projekt erforscht die Phänomene der (Re-)Konstruktion und Innovation von Ritualen bei Aleviten, Jesiden und Nusairiern im Rahmen von transregionalen und transnationalen Ritualtransferprozessen.

Rituelle Reinheit im Islam

Sonderforschungsbereich 619 Ritualdynamik, Teilprojekt C9

Das Projekt thematisiert diejenigen Ritualkomplexe im sunnitischen, d. h. dem "orthodoxen" und mehrheitlichen Islam, die mit dem Konzept der "Reinheit" in seinen verschiedenen Dimensionen verbunden sind.

Projekt MC2 Sufism, Unterprojekt MC2-2

Exzellenzcluster „Asia and Europe in a Global Context

Forschungsgebiete: Islamic Preaching and Rhetorical Theory, Waʿẓ Maḥfils in Bangladesh and beyond.

Alevitisches Kulturerbe verhandeln: Staatenlose Kulturgüter marginalisierter Gruppen zwischen hegemonialer Definition und Selbstnormierung

Field-of-Focus-3-Projekt (Kulturelles Erbe und Geschichte)